Content-type: matter-transport/sentient-life-form

Fischertechnik und der Mac

Fischertechnik hat jetzt einen Roboterkasten, der mit Mac OS X läuft. Wie üblich bei Fischertechnik: deutlich professionellere Programmiermöglichkeit, deutlich professioneller anmutendes Gerät und deutlich höherer Gesamtpreis als bei Lego. Irgendwie schade - ich hab früher gerne Fischertechnik benutzt, aber das Zeug war schlicht und einfach zu teuer um es in ausreichender Menge zu besitzen. Und auch hier wieder - 255 Euro nur für das Interface, da hilfts auch nicht, das der Baukasten selber nur 170 Euro kostet. Und autonome Roboter sind damit nicht möglich, das ganze ist Kabelgebunden.

Also werde ich wohl weiter auf Mindstorms NXT warten, denn für Lego hab ich schon eine ganze Menge Material. Und die RSXe machen ja auch Spaß.

Internet Tablet Talk - Gnumeric 1.6.2 Released - Tabellenkalkulation für das Nokia 770 Tablet. Wow.

Kopf in den Sand

Vogel-Strauß-Politik in der EU-Kommission:

Die EU-Kommission hält die Durchführung einer Verträglichkeitsstudie über die Auswirkungen der im Dezember vom EU-Parlament beschlossenen Richtlinie zur verdachtsunabhängigen Vorratsdatenspeicherung derzeit nicht für erforderlich.

Weil man will ja nicht wissen, was für Auswirkungen die eigenen idiotischen Entscheidungen haben können. Dann kann man nämlich hinterher behaupten, man hätte es ja nicht vorher gewusst. Und vorher Planen - wo kommen wir denn da hin?

Man fühlt sich schon etwas missbraucht ...

... wenn in der monatlichen Traffic-Statistik 1.79 GB für normale Besucher stehen, aber 1.83 GB für Bots und son Zeug. Und wenn man dann feststellt, das 1 GB alleine an den Google-Bot verschwendet wurde, 0.5GB an Inktomi und immerhin noch 125 MB an den MSNBot. Irgendwie scheint das ganze Internet hauptsächlich von Bots gelesen zu werden, nicht von Menschen: Bots hatten 235071 Seitenabrufe, Menschen nur 114158 Seitenabrufe.

Wenn es irgendwann einen Terminator gibt, wird der warscheinlich von einer Internet-Suchmaschine kontrolliert ...

Mandelbrot Set - Labix - Beispielsource der mit PyGame Apfelmännchen auf dem Nokia Tablet malt.

Nokia 770 Internet Tablet

Jau, es ist da. Sehr nettes Teil - seit Dienstag hab ich es. Macht wirklich Spaß - die Integration von Bluetooth und WLAN ist ziemlich klasse gelöst, das Gerät kann mit jedem WLAN Kontakt aufnehmen. Sogar WPA und WPA2 - beides auch mit Zertifikat - funktioniert. Beim Pairing mit Bluetooth-Handys ist es etwas spröde und wählerisch, aber mit etwas Sturheit klappte es dann auch mit meinem Motorola E398.

Die installierte Software ist ganz brauchbar - der Browser ist halt ein abgespeckter Opera, sehr gut benutzbar und ziemlich vollständig in der Unterstützung von HTML, CSS und JS. Allerdings fehlen ihm ein paar der netten Features vom Opera für den Desktop - vor allem speichert er keine Passwörter die man eingegeben hat. Was bei einem Gerät ohne Tastatur doch eher umständlich ist, wenn man da immer wieder Passwörter eingeben muss.

Die Hardware selber ist gut gearbeitet - liegt nett in der Hand, ist deutlich kleiner als ich erwartet hätte und man merkt dem Gerät an, das der Hersteller mit kleinen Geräten Erfahrungen hat. Allerdings hätten sie dem Tablet gerne ein Scrollrad spendieren können, damit man zum Scrollen in Webseiten nicht immer den Stift und den Touchscreen nehmen muss. Die Cursortasten springen nämlich von Link zu Link in der Seite, sind also nicht direkt für das normale Blättern nutzbar. Bei Touchscreens bin ich halt immer etwas skeptisch, was die Langzeitnutzbarkeit angeht - viele von denen haben früher oder später (bei starker Nutzung eher früher als später) Defekte und Kalibrierungsprobleme.

Die Möglichkeit sich weitere Software draufzupacken ist natürlich klasse - vor allem sehr einfach gelöst. Man klickt einfach auf ein Debian-Paket und der installiert es. Spiele, Tools, Anwendungen - es gibt da schon eine ganze Menge. Sogar eine komplette Python-Portierung mit allen Bibliotheken für die Onboard-Entwicklung von Python-Programmen mit GUI für das Tablet gibts. Allerdings sollte man sich dafür wohl eine Bluetooth-Tastatur besorgen - diese witzige Tuch-Tastatur wäre vielleicht ganz interessant dafür.

Naja, die nächste Version der Software soll dann auch VOIP und IM unterstützen - das könnte nochmal etwas interessanter werden, wenn man da ein Bluetooth-Headset mit kombiniert, könnte das durchaus ein recht praktisches Gerät auch für Telefonie sein - zumindestens wenn ein freier WLAN Hotspot verfügbar ist.

Könnte sein, das ich mich jetzt dran mache mir eine Organizer-Software mit Django zu schreiben - denn die könnte ich dann über das Gerät überall abrufen und auch von normalen Rechnern aus benutzen. Wäre warscheinlich langfristig praktischer als diese ganzen nicht so richtig funktionierenden Synchronisationslösungen.

Schickt Münte in Rente

Denn er will den Renteneintritt mit 67 noch früher einführen als geplant. Sorry, aber in Zeiten in denen wir Rekordzahlen bei Arbeitslosen haben und Menschen über 45 als schwer und Menschen über 55 als garnicht vermittelbar gelten, ist eine Anhebung des Renteneintritts mit 67 eine absolute Frechheit. Vor allem, wenn man dazu dann noch die Hartz IV Regelung mit dem schrittweisen Abbau von privaten Rücklagen und Absicherungen anguckt. Soll der späte Renteneintritt jetzt garantieren, das auch ja jeder normale Arbeitnehmer vor Renteneintritt zum Sozialhilfeempfänger wird?

Solange Menschen in unserem Land nicht tatsächlich bis zur Rente arbeiten können, ist es eine bodenlose Frechheit, diese Zeit auch noch zu verlängern.

Verraten, überwacht und verkauft

Regierung will Daten an Wirtschaft verkaufen - Name, Adresse und Geburtsdatum aus den Personalausweisen. Die haben ja wohl einen an der Waffel?

zorniges Gesicht

Biometrischer Reisepass unsicher

Biometrischer Reisepass gehackt - ok, erstmal nur der holländische, aber:

Auch der neue deutsche ePass, der seit November vergangenen jahres ausgegeben wird, ist mit RFID-Technik ausgerüstet. Er ist mit 56 Bit verschlüsselt, was Experten ebenfalls für zu wenig halten.

56-Bit-Verschlüsselungen sind definitiv zu wenig heute - und wenn einige Komponenten des Schlüssels dann auch noch algorithmisch aus den Daten des Passes ermittelt werden, ist die Katastrophe perfekt. Das Ergebnis ist eben genau das Gegenteil vom gewünschten Ergebnis: es wird im Endeffekt die ganze Technik unsicherer, denn eine Kette ist nur so sicher wie das schwächste Glied.

Bisher ist das schwächste Glied der Mensch - ein Mensch muss beurteilen, ob ein Pass zu einem Benutzer gehört. Mit einer höheren Automatisierung und elektronischer Abfrage wird sich das verschieben - der Mensch wird Verantwortung auf die Maschine verschieben. Menschen sind so - sie vertrauen eher dem Computer als den eigenen Augen. Ist aber der biometrische Pass schwach, wird das Gesamtergebnis schwächer als die Kontrolle per Hand und per Mensch.

Dummschwätzer

'Nuff said:

Die Trendausgabe 3/2006, die die iBusiness-Redaktion gegenwärtig vorbereitet, enthält übrigens einen Ausblick auf die Zukunft nach dem gegenwärtig heiß diskutierten Web 2.0: Premium-Mitglieder erfahren kommende Woche, was uns bei Web 3.0 erwartet. !

Teufelsgrinsen

Eiffel For OS X - das was draufsteht ist auch drin. Nur diese grauenhafte Hintergrundgrafik auf der Site ...

Just-In-Time-Scheme

plt-scheme bekommt einen JIT Compiler - was dann nochmal einen deutlichen Schub für DrScheme, das beste Scheme der Welt, bieten sollte. Bisher war es ja ein rein interpretiertes System, mit einer eigenen virtuellen Maschine - und die war schon verdammt flott. Aber ein JIT Compiler kann gerade bei grösseren Stringbergen oder Listenfressereien und Zahlenverwurstelungen einiges bringen. Es wird spannend, wie das sich dann gegen z.B. Gambit-C und Chicken darstellt.

Übergewichtig

sind die iLife und iWork Applikationsbundles von Apple: iLife 06 belegt 7.2 GB in der Vollinstallation und iWork 06 belegt 3 GB in der Vollinstallation. Wenn man beides draufpackt, hat man glatt 10 GB Plattenplatz weniger. Autsch. Das ist heftig.

ApplicationCatalog - Maemo Wiki - Anwendungen für das Nokia 770 Internet Tablet

Springer und die Ministererlaubnis

Springer war offenbar gegen Ministererlaubnis - aber da gings ja nicht um sie selber:

Für eine Anwendung der Ministererlaubnis im Pressemarkt ist aus verfassungsrechtlichen Gründen kein Raum", heiße es in dem Papier. Damals ging es um den Erwerb des Berliner Verlags durch die Holtzbrinck-Gruppe.

Diesmal werden sie sicherlich genau begründen können, warum das jetzt alles ganz anders ist.

Domain-Engel wird pampig

Wenn angebliche Domain-Engel gegen Bloghoster mit dem Anwalt drohen, steckt meistens eine beleidigte Leberwurst dahinter. In diesem Fall wohl ein mir bisher unbekannter Vogel, der aber scheinbar schon öfter auffällig geworden ist - und diesmal Lanu (der von DotComTod und BooCompany) wohl wegen ihrer Postings über ihn an den Kragen will - und mangels Impressum jetzt den Dirk Olbertz (den von blogger.de) meint zur Herausgabe der Daten zwingen zu können.

Wird ja sicherlich spannend, was da weiter passiert - wieder mal der Versuch zur Meinungsunterdrückung mit dem Anwalt. Ob das jetzt durch die Blogs gehende Rauschen seinen eh schon verdorbenen Ruf des Domain-Grabbers wieder aufbessert, ist wohl eher fraglich.

Wenn man dann allerdings sieht, das als Anwalt Syndikus mit im Spiel ist, wundert einen garnichts mehr.

Strickmoden - Stricken mit Strickmaschine, Strickdesign und Strickmuster - alles rund ums Maschinenstricken. Jaja, ich weiss, wirkt hier etwas deplatziert

ThoughtFix on the Nokia 770: USB Power Injector 2 - externes Batteriepack für das Nokia Tablet - auch für andere Geräte mit USB-Powering einsetzbar (iPod etc.). Zum Selberbasteln.

Fussball-Leinwände und Webseiten

Der Netreaper meint, ich solle etwas für Nordwalde trommeln, damit die ne WM-Leinwand zum Fussballgucken bekommen. Ok, ich weiss nicht so recht warum ich das den Nordwaldern antun soll, aber ok - ich wohn da ja nicht mehr

Was mich aber dann wirklich begeistert, ist die tolle Voting-Funktion, bei der vor dem Voting ein Captcha abgefragt wird. Welches nur Grussbuchstaben und Ziffern enthält. Die nur schwer zu unterscheiden sind, weil ein selten dämlicher Font gewählt wurde. Und der Clou: man soll keine Grossbuchstaben verwenden. Ist das ein Captcha mit eingebautem Intelligenztest?

Na egal, wenn ihr die Nordwalder in den Wahnsinn treiben wollt, voted halt für die Leinwand dort, auf das Horden von behämmerten Fussbalfans da rumstehen und Fussbal glotzen. Am besten beim Endspiel, und am besten wenn Deutschland früh rausfliegt und keiner mehr weiss, was er dort soll

Guido van Rossum und Web-Frameworks

Guido van Rossum fragt nach Webframeworks - an sich nix spannendes. Er hat halt bisher damit nix gemacht und will sich mal informieren. Stellt einige Behauptungen auf, die nicht ganz stimmen (z.B. das Djangos Templatesprache ähnlich zu PHP wäre), ist aber bei der wohl vorliegenden Kürze des "anguckens" verzeihlich.

Lustig wird es in den Kommentaren zu seinem Beitrag. Berge von Frameworks, die alle nicht fertig sind. Haufenweise Kommentare der Art "nimm XYZ, das ist toll und in den nächsten Monaten wird es bestimmt brauchbar" - ganz besonders häufig kommt das bei TurboGears als Vorschlag.

Sorry, was? Wenn ich ein Web-Framework suche, dann suche ich keines, das in ein paar Monaten benutzbar wird. Dann will ich eines, das jetzt und heute benutzbar ist und für das es jetzt und heute klare Aussagen zur Fitness gibt. Wir brauchen wirklich nicht noch mehr Webframeworks die nicht fertig werden.

Ich hab ja nix gegen Vielfalt an Frameworks - das macht das Leben spannend und interessant, weil man nie weiss, ob man auf das richtige Framework gesetzt hat - aber unfertige Frameworks die von ihren Benutzern gepitched werden als wären sie das beste seit geschnittenem Weissbrot gibts wahrlich mehr als genug.

Übrigens benutze ich genau aus diesen Gründen auch Django: das Zeug ist schon geraume Zeit im Einsatz und hat bewiesen, das es für grosse Sites und hohe Last geeignet ist. Es wurde aus echten Anwendungen rausgearbeitet und ist nicht das Nebenprodukt eines unwichtigen Web2.0-Dingens von dem ich außerhalb der TurboGears-Clique noch nie gehört hab. Es wurde auch nicht von einem Kid alleine zusammengedengelt, der sich für den neuen Einstein hält und meint das nur er weiss wie Frameworks zu sein haben. Und es ist auch kein Projekt, das im Prinzip schon seit über einem Jahr tot ist, weil der Autor selber schon längst was anderes macht. Und es wird nur deshalb als 0.9 derzeit bezeichnet, weil API-Änderungen und Aufräumarbeiten in den Innereien anstehen (was bei jedem Projekt das zwei Jahre lang im Lifebetrieb entwickelt wurde angebracht wäre) - nicht weil es nur zu 90% fertig wäre.

Natürlich wird jetzt nach diesem Artima-Beitrag alles auf GvR gucken und warten was er nimmt. Und natürlich springen alle Webframework-Autoren auf und ab und wollen sich bemerkbar machen. Und natürlich wird jedes Wort analysiert und dem anderen unter die Nase gerieben. Und eine ganze Reihe von Projekten werden kurzfristige Schnellschussänderungen machen, weil sie hoffen das GvR ihr Framework wählt. Was alles eine wirklich wahnsinnig sinnvolle Zeitverschwendung ist. Manchmal gehen mir diese Kinder in den OSS Projekten tierisch auf den Senkel.

"Bruder Johannes" gestorben

Auch wenn ich beileibe nicht immer seine Meinung und Haltung gutgeheissen habe, mit dem Tod von Johannes Rau geht auch ein gutes Stück NRW-Politik-Geschichte zu Ende.

Immerhin hat der Mann einen grossen Teil meiner bewussten Auseinandersetzung mit Politik geprägt - die meiste Zeit davon als Ministerpräsident von NRW. Er wird definitiv fehlen - auch wenn er manchmal ein recht konservativer Knochen war, und seine Predigten doch schon das eine oder andere Mal nervig waren. Irgendwie hat er trotzdem zu NRW gehört.

PythonForMaemo - Python for Maemo - Python auf dem Nokia 770 Tablet (die Versandbestätigung ist heute eingetroffen, hoffentlich trifft auch das Gerät bald ein) benutzen.

twill: a simple scripting language for Web browsing - in Python scriptfähiger Web-Client. Interessant für automatisierte Seitenabrufe und für spezialisierte Robots. Möglicherweise auch für das Testen von Webanwendungen.

Wir tun uns immer noch schwer

die Gleichberechtigung für Homosexuelle umzusetzen:

Homosexuellen Beamten mit einer eingetragenen Lebenspartnerschaft steht kein Zuschlag wie Ehepaaren zu. Das hat das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig entschieden. Die Lebenspartnerschaft sei keine Ehe, sondern ein eigenständiger Familienstand, entschieden die Richter. Der Gesetzgeber könne die Ehe gegenüber anderen Lebensgemeinschaften bei der Besoldung begünstigen. Dies verstoße weder gegen den Gleichheitsgrundsatz noch gegen das Diskriminierungsverbot nach Europarecht. (Az.: BVerwG 2 C 43.04).

Selten eine so an den Haaren herbeigezogene Begründung gelesen. Wir definieren einfach das ganze wie es uns passt, das spart dem Staat Geld und scheiss auf die Gleichberechtigung von Homosexuellen. Diskriminierung findet nicht nur dann statt, wenn man eine einzelne Gruppe schlechter stellt als die anderen - sondern auch, wenn man eine einzelne Gruppe besser stellt als die anderen. Das der Gesetzgeber eine Hetero-Ehe besser stellen darf als eine Homo-Ehe ist absurd - und genau der Grund, warum die eingetragene Lebenspartnerschaft eben kein vollwertiger Gegenpart zur Ehe ist, auch wenn mancher Politiker was anderes behauptet.

Hirnfürze von Ex-Ministern

Ex-Minister Scholz will über deutsche Atomwaffen diskutieren - hoffentlich aber sonst niemand. Es gibt schon viel zu viele Atomwaffen in der Welt, wir brauchen garantiert keine deutschen Atombomben. Manchmal fragt man sich wirklich, was für Vollidioten sich alles in der Politik rumtummeln. Es gibt keine andere angemessene Reaktion auf nukleare Bedrohung als die totale nukleare Abrüstung. Wenn jemand Atombomben auf ein Land wirft, ist es völlig irrelevant für das Überleben, ob der angegriffene Staat auch Atombomben hat - und nein, das Drohszenario ist kompletter Blödsinn wenn man nicht auch bereit ist, diese Monstrositäten einzusetzen. Und genau damit beginnt dann der Wahnsinn.

Interessanter Hybride von Olympus

Olympus stellt eine Spiegelreflexkamera mit Vorschaubild vor - entweder über einen Hilfs-CCD mit AF-Unterstützung oder mit Spiegelarretierung über den Haupt-CCD. Letzeres hätten meines Erachtens die Hersteller schon lange einbauen können - denn für Makrofotografie wäre es ein echter Segen, wenn man für die ersten Einstellungen mit dem normalen Chip Vorschaubilder bekommen könnte.

Leichte Übertreibungen bei der Netzzeitung

Der Titel Kleinster erdähnlicher Planet entdeckt ist dann doch ein bischen strange. Ok, wenn man "erdähnlich" als "kreist um eine Sonne und ist kein Gasplanet oder Eisklumpen" definiert, mags hinhauen. Aber was bringt so eine Definition dann noch? 5.5x so groß wie die Erde, die Entfernung zur Sonne 3x so weit, die Sonne schwächer als die der Erde und die Temparatur um 220 Grad Minux - sorry, das ist wirklich nicht sonderlich erdähnlich ...

Spiele-Protokolle und Firewalls

Wenn sich mal jemand Second Life angucken will:

Second Life needs to connect to ports 443/TCP, 12035/UDP, 12036/UDP, and 13000-13050/UDP. You should configure your firewall to allow outbound traffic on those ports, and related inbound traffic.

Ok, also TCP ist mit NAT-Firewalls unproblematisch - aber scheinbar will das auch die ganzen UDP-Ports inbound haben. Und wozu braucht ein Gameclient 51 UDP-Ports in einem Block? Und wieso überhaupt so viele UDP-Ports? Denken Spieledesigner eigentlich manchmal auch über das nach, was sie da veranstalten? Im Fall von Second Life wohl nicht ...

Torvalds: insert foot into mouth

Linus meint mal wieder Ahnung zu haben - diesmal Lizenzen:

So fordert die neue Lizenz, dass mit der Software auch alle Schlüssel geliefert werden müssen, um die Software zum Laufen zu bringen, z.B. im Hinblick auf Trusted-Computing-Systeme, die eine Signatur der Programme verlangen können. Nach Ansicht von Torvalds erfasst die Regelung auch die privaten Schlüssel von Linux-Entwicklern und er sei nicht bereit, seinen privaten Schlüssel zu veröffentlichen.

Jo, klar, wenn ich eine Lizenz auf die absurdest mögliche Weise interpretiere, kann ich vielleicht bei genügend Idiotie auf eine derartig abwegige Idee kommen. Wenn er mir jetzt nur noch belegt, das sein privater Schlüssel nötig ist, um den Kernel lauffähig zu machen (denn genau darum gehts in dem entsprechenden Abschnit der GPL v3), dann würde ich ihm ja zustimmen. Wird allerdings schwer, denn ich hab bis jetzt immer alle Linux-Kernel zum Laufen bekommen, ohne das ich je irgendeinen Schlüssel gebraucht hätte.

Man kann gegen die Umstellung auf GPL v3 sein - es gibt im Kernel mit den extrem vielen Beiträgen und Autoren definitiv ein Problem einer Lizenzumstellung - aber der obige "Grund" ist schlicht und einfach hirnrissig.

Windows-Source offenlegen?

Microsoft gibt im Kartellstreit mit EU nach:

Im Kartellstreit mit der EU-Kommission hat der Softwarehersteller Microsoft nun doch eingelenkt und will den Quellcode des Computer-Betriebssystems Windows offenlegen.

Abwarten wie dieses Offenlegen denn dann aussehen wird. Ob tatsächlich jeder Windows-Lizenzinhaber sich die Sourcen angucken können wird? Und ob die Sourcen auch zum System passen? Und welche Teile vom Source ausgelassen werden? Wird die EU-Kommission in der Lage sein, solche Mogelpackungen zu erkennen?

Opera Mini: Gratis HTML-Browser fürs Handy startet weltweit - Golem.de - definitiv besser als die primitiven eingebauten Browser. Allerdings natürlich - bedingt durch Java - nicht unbedingt der schnellste.

Stigmatisierung von Jugendlichen schon in den Zeugnissen

Ganz toll, NRW kriegt wieder Kopfnoten:

Bewerten sollen die Lehrer nach den Plänen der nordrhein-westfälischen Landesregierung das "Arbeits- und Sozialverhalten" der Schülerinnen und Schüler, und zwar verbindlich für alle Klassen bis einschließlich der zehnten. Punkte wie "Lern- und Leistungsbereitschaft" und "Verantwortungsbereitschaft und Selbständigkeit" sollen mit klassischen Schulnoten von "sehr gut" bis "ungenügend" benotet werden. Im Zeugnis sollen aber auch Eigenschaften wie "Ausdauer und Belastbarkeit" und "Kooperationsfähigkeit und Teamfähigkeit" genannt werden, ebenso besonderes schulisches und außerschulisches Engagement wie ehrenamtliche Mitarbeit in Jugendgruppen.

Damit Schüler schon in der Schule möglichst angepasst sind. Du engagierst dich politisch, aber leider in einer anderen Richtung als deine Lehrer? Egal, kriegste halt ne schlechte Note im Sozialverhalten. Was, du kriegst dafür dann später keinen Job, weil dich keiner will? Macht ja nix, gibt ja schon hunderttausende arbeitslose Jugendliche, da kann man dich gleich mit reinstecken. Du willst dich nicht in Kirchengruppen oder ähnlichem engagieren, weil diese ganzen Gruppen in deinem Kaff eh alles nur Kreuzfanatiker sind? Egal, schlechte Noten im ausserschulischen Engagement sind sicherlich kein Problem bei der Jobsuche. Was, du hast Probleme mit deinen Mitschülern und wirst von denen ausgegrenzt, z.B. weil denen deine Hautfarbe oder Nasenform nicht passt? Du bist eben nicht kooperativ genug und nicht teamfähig.

Es gibt gute Gründe, warum diese unsäglichen Kopfnoten rausgeflogen sind. Sozialverhalten ist nämlich schlichtweg nicht mit Noten bewertbar - noch viel weniger als Wissen oder Leistung (da ist schon die Konzentration auf wenige Schlüsselmomente im Schuljahr ein Problem - das wirkliche Wissen wird nicht bewertet, sondern die Leistungsfähigkeit an den Klausurzeitpunkten).

Aber natürlich sind sie unsagbar praktisch, wenn man angepasste Duckmäuser züchten möchte. "Kind, mach bloss keinen Ärger in der Schule, die Note für soziales Betragen kann über deinen späteren Job entscheiden" - ich hör schon so manche Eltern ihre Kinder "einnorden". Linke Jugendgruppe? Nix da, Jobgefährdend. Ausrutscher im Leben? Katastrophe, kann nur mit mehrjährigem Arschkriechen beim Lehrer ausgebügelt werden.

Oh ja, wir kriegen das beste Schulsystem Deutschlands in NRW. Fragt sich nur, für wen das Schulsystem das beste sein soll - für die Schüler wohl nicht

T-Online darf Nutzungsdaten nicht speichern

Mal sehen wie lange das Urteil gegen T-Onlines Datenspeicherungen bestand haben wird:

Die Wirkung des Darmstädter Urteils ist womöglich nur von kurzer Dauer. Weil das EU-Parlament im Dezember beschlossen hat, alle Internet- und Telefonverbindungen auf Vorrat zu protokollieren, wird es auch in Deutschland ein entsprechendes Gesetz geben. Fraglich ist jedoch, ob die so genannte Vorratsdatenspeicherung mit dem Grundgesetz vereinbar ist.

Grundgesetz? Was für ein Grundgesetz? Schert das noch einen Politiker? Wir haben keinen verfassungsgemäßen Haushalt, die Schnüffelaktivitäten des Zolls wurden verlängert, trotz gegenteiligem Urteil und was sonst noch so alles in letzter Zeit das Grundgesetz untergraben hat. Was ist da ein bischen Vorratsdatenspeicherung?

GVU soll Raubkopierer gesponsert haben

Bei so viel Dreistigkeit der Rechteabzocker fällt einem glatt kein weiterer Kommentar mehr ein:

Nach gemeinsamen Recherchen des Computermagazins c't und des News-Portals onlinekosten.de weisen Indizien darauf hin, dass die GVU bei ihren Ermittlungen gegen Raubkopierer die Grenzen des Erlaubten überschritten hat. Die Redaktionen erhielten bereits vor geraumer Zeit Hinweise eines GVU-nahen Informanten, die mittlerweile von einer zweiten Quelle bestätigt wurden. Danach soll die GVU mindestens einen Administrator eines zentralen Austausch-Servers der Warez-Szene regelmäßig bezahlt haben. Auf diese Weise sei sie an Log-Dateien und damit an Zugriffs-IP-Adressen dieser so genannten "Box" gekommen. Zudem soll sie Hardware zur Ausrüstung der Plattform beigesteuert haben.

Jean-Remy von Matt entkollert - dafür neidisch

Schon witzig, wenn ein angeblicher Kommunikationsprofi so deutlich seinen Neid raushängen lässt:

Viele von Euch schreiben, ich hätte mit meiner Mail ein Eigentor geschossen. Okay, eins vielleicht. Aber wie viele Eigentore schießt ihr gerade, indem Ihr mein Schlagwort „Klowände des Internets“ teils empört, teils genüsslich aufgreift im Sinne eines Agenda Setting verbreitet? Bei Technorati.com war der Suchbegriff zeitweise auf Platz 3!

Tja, so ist das nunmal - es gibt auch andere, die einen Begriff ausschlachten können. Und in den Blogs ist nunmal die Klowand angesagter als der du-bist-Deutschlang-Unfug.

Und zu der angeblichen "Entschuldigung" - sorry, aber das ist eine Entschuldigung, die man so auch von Politikern liest - nichtssagend, schwammig und als einzige Aussage daraus kann man bestenfalls ein trotziges "und ich hab doch recht!" rauslesen. Tja, Marketinghansel halt. Vorne ne grosse Klappe, aber nur ein empfindliches Seelchen und keine Kenne dahinter.

Microsoft macht die Schotten gegen OSS dicht

Erstmal sollen nur noch signierte Treiber akzeptiert werden:

Was Microsoft in seiner Dokumentation als Sicherheitsgewinn und als für Digital Rights Management (DRM) unverzichtbares Feature verkauft, hat einen schalen Beigeschmack: Eine solche Signatur kann bislang nur erstellen, wer sich bei Verisign mit entsprechenden Zertifikaten eindeckt und dafür pro Jahr rund 500 US-Dollar berappt.

Aber von den signierten Treibern (mit denen Open-Source-Treiber schon ein echtes Problem kriegen werden) zu den signierten Anwendungen ist es nicht weit. Und für Open Source Projekte ist es in der Regel nicht so einfach, das Geld für Zertifikate zu bekommen.

pyvm home - eine weitere Python-Implementierung. Ein eigener Bytecode-Interpreter und ein Python-Compiler, der in Python geschrieben ist. Klingt fast wie PyPy meets Parrot - allerdings unter Beibehalt des Python Bytecodes.

A P R E S S . C O M : Practical Common Lisp - gibts jetzt auch als freien PDF Download (auf die Free Download Seite gehen und dort runterladen).

Bill Clementson's Blog: Update on Termite (A Lisp for Concurrent/Parallel Programming) - Infos zu Termite, einem auf Gambit-C aufbauenden Scheme mit den Concurrency-Features von Erlang. Klingt sehr interessant das ganze, mal anschauen, wenn der Code released ist.

BooCompany - der einzig legitime Nachfolger von DotComTod.de. Jetzt offen für alle Wirtschaftszweige.

Thinking Forth - gibts jetzt auch als PDF Download. Für alte Forther wie mich natürlich Pflichtdownload.

Unofficial documentation of iPhoto 6.0 photocasting feeds - Mark Pilgrim verreisst die Apple-iPhoto-RSS-Unterstützung. Sie ist schlecht. Sie ist richtig schlecht.

Wann entdecken Devs endlich Notebooks?

Ich mein, wann entdecken sie endlich, das Notebook-Benutzer was anderes sind als Desktop-Benutzer? Das zum Beispiel bei einem Notebook-Benutzer die Umgebung ständig wechselt? Das die Netzwerkkonfiguration eben nicht statisch ist, sondern dynamisch? Und das der Web-Proxy eine dynamische Einstellung ist - es also hochgradig schwachsinnig ist, diese in Programmkonfigurationsdateien zu packen, anstelle sie aus Environment-Settings zu lesen? Wegen meiner darf es ja ruhig eine Stelle dafür in den Configs geben - aber dann sollte es auch eine Möglichkeit geben, diese Einstellung zu überschreiben aus dem Environment.

Wo mir das gerade ganz aktuell aufgefallen ist:

  • subversion: die Konfiguration des Proxies ist nur in ~/.subversion/server möglich. Selten dämlich, man kann auch nicht auf eine Environment-Variable Bezug nehmen (jedenfalls find ich dazu nix)
  • x-chat: die Konfiguration passiert nur über das GUI. Der systemweite Proxy in den Environment-Variablen sollte jede lokale Einstellung im GUI überschreiben und dort angezeigt werden, es gibt einen Grund, warum der Benutzer außerhalb einen Proxy gesetzt hat.

Besonders nervig ist das dann bei Unix-Anwendungen, die nach OS X Aqua portiert werden (z.B. X-Chat Aqua ist so ein Fall): bei echten OS X Anwendungen wird ja für Proxies und ähnliches auf die Netzwerkeinstellungen zurückgegriffen, so dass diese Anwendungen dann den richtigen Proxy benutzen, wenn die Netzwerkumgebung umgeschaltet wird. Bei portierten Anwendungen fehlt dieser Zugriff auf die Netzwerkeinstellunge - aber weil es GUI-Anwendungen sind, werden eventuelle Settings aus den Shell-Startscripten nicht ausgewertet. Denn die sind bei GUI-Anwendungen eventuell garnicht aktiv. Statt dessen wird eine eigene spezielle Property-Datei gelesen - was selten dämlich ist, denn die ist statisch und kein Shell-Script. Ja, den Patzer hat Apple verbockt.

Bei Programmen, die von der Shell gestartet werden, kann man ja mittels scutil und ein paar Zeilen Python sich recht leicht die Proxy-Settings auslesen und in das Environment packen - aber bei GUI-Anwendungen und selbst manchen CLI-Programmen scheitert man dann an den ignoranten Entwicklern. Bah. Humbug.

zum 20. Todestag von Joseph Beuys

Ich bin mir sicher, den Meister würde über diese Art der Huldigungen das kalte Grausen packen. Angemessener wären wohl eher Aktionen und Provokationen zu seinem Todestag, als Huldigungen und Würdigungen. Er hat schliesslich zeit seines Lebens lieber provoziert als sich Lobhudeleien anzuhören. Ganz besonders erschreckend finde ich aber dann solche Sprüche:

Beuys sei halt ein Aushängeschild der Kunstakademie. Die Zeiten, in denen große Künstler provozieren wollen, seien aber vorbei. Selbst Beuys würde heute mit seinen Aktionen nicht mehr auffallen, ist Malerei-Studentin Eva-Maria Schmitt (21) überzeugt.

Ich glaube nicht, das solche "Kunststudentinnen" wirklich die Kunst weiterbringen - angepasstes Gedudel gibts in Fahrstühlen schon genug, da brauchts keine Künstler für ...

Unberechtigter Zugriff auf E-Mail ist halt unberechtigt

Ja, als Admin sollte man sich über die rechtlichen Konsequenzen bei Vertrauensverletzung im klaren sein:

Nach einer Entscheidung des Arbeitsgerichts Aachen vom 16. August 2005 rechtfertigt der unbefugte Zugriff auf fremde E-Mails durch einen Systemadministrator dessen fristlose Kündigung (Az. 7 Ca 5514/04).

Macht (hier im Sinne von Zugriff auf Daten, die anderen nicht zugänglich sind) bedeutet immer auch Verantwortung. Übrigens ist das vielen Sysadmins schon lange klar. Wäre aber schön, wenn das auch Politikern (deren Macht oftmals viel grösser ist) klar wäre ...

A list of open-source HTTP proxies written in python - eine ganze Reihe davon sind immer noch aktiv, und eventuell durchaus für den mobilen Einsatz interessant (speziell die auf asyncore aufbauenden, wegen der geringen Resourcen)

runit - a UNIX init scheme with service supervision - alternative zum sysv-init mit mehr Möglichkeiten und integrierten Features ala supervise (aus den daemontools).

WebCleaner - a filtering HTTP proxy - absolut High-Tech, das Teil. Asyncore, also niedrige Resourcen, integrierter JavaScript-Interpreter gegen Obfuscation und noch einen Haufen anderer Features. Klingt von der Papierform sehr gut.

Feed Icons - Help establish the new standard - freie Icons für Feeds als Alternative zum XML-Icon von Userland. Den Mozilla-Icons für Feeds nachempfunden.

HD? Nix da, sagt Hollywood

HD Output muss vom Player runtergesampeled werden - wenn das Studio dieses Feature verlangt. Das Ergebnis: tolle HD-DVD, aber das Ergebnis auf dem Monitor ist weitaus näher an der Standard-DVD-Qualität als an der möglichen HD-Qualität.

Sorry, aber wozu sollte ich mir dann HD-Hardware anschaffen, wenn es eh nicht so viel bringt? Soll das ganze eine Kamikazestrategie für die HD-Hardware-Hersteller werden?