Content-type: matter-transport/sentient-life-form

Medien, Statistiken und ihre "Interpretationen"

Was ich hasse sind so tolle Pauschaltitel wie der bei Heise heute: Computer können zu schlechteren Noten in der Schule führen. Klar, schlechte Lehre können auch zu schlechteren Noten führen. Zeitungen können auch zu schlechteren Noten führen ...

Besonders peinlich wirds dann, wenn man die Begründung liest:

Ein Computer im Kinderzimmer führt in den meisten Fällen zu schlechteren Noten in der Schule. Zu diesem Ergebnis kommt eine am Dienstag veröffentlichte Studie (PDF-Datei) des Münchner ifo Instituts, bei der die internationalen Daten der PISA-Studien noch einmal speziell ausgewertet wurden. Der Grund dafür: Der Computer werde sehr oft für Computerspiele statt lernfördernd genutzt.

Aha. Stellen wir also abschließend fest: zu spielen statt zu lernen kann zu schlechteren Noten führen. Ach. Ach was. Grandiose Erkenntnis - und warum steht im Titel etwas ganz anderes? Haben die Autoren vielleicht ein bischen zu viel gespielt und zu wenig gelernt?

Radfahren macht impotent

Aus der Süddeutschen: Radfahren macht impotent:

„Es ist keine Frage mehr, dass Radfahren Erektionsstörungen auslösen kann“, kommentiert der Reproduktionsmediziner Steven Schrader. „Die Frage ist nur noch, was wir dagegen tun können.“

Wenn ich also den nächsten Radfahrer, der mich auf dem Zebrastreifen über den Haufen fahren will, als impotenten Wichser anspreche, dann ist das keinesfalls eine Beleidigung, sondern eine reine Tatsachenfeststellung!

(und nein, ich benutze meinen Computer so gut wie nie zum Spielen, falls das jetzt jemand mein anbringen zu müssen )

37signals mal wieder

Diesmal Writeboard son Teil zum gemeinsamen Editieren von Texten über das Web. Im Prinzip vielleicht sowas wie SubEthaEdit für ganz arme. Aus der FAQ:

Is this some sort of wiki?

No way. Not at all. Nope. Wikis are icky. Writeboard is about writing and editing solo or with others. It's all about the words. Wikis are about way more than that which is why they are generally pretty confusing to most folks.

Ja, klar, Wikis are icky. Und schwer zu verstehen. Logisch. Mag für jemanden zutreffen der Todolisten-Programme für genialer als geschnittenes Weissbrot hält. Sorry, aber langsam wirds einfach nur noch lächerlich was aus dem Laden kommt. Banalprogramme werden nicht intelligenter dadurch, das man sie in Bonbonfarbe packt ...

Googles Blogsuche strohdumm

Wann kapiert endlich Google, das eine Suche nach Links auf ein Blog ziemlich saublöd ist, wenn es Links des Blogs auf sich selbst zurückliefert im Ergebnis? Das ich auf mich linke, das weiss ich schon - dazu brauche ich kein Google. Weder die Websuche noch die Blogsuche. Und natürlich kann man nicht einfach -site oder -domain oder sowas benutzen. Selten blöd. Hat mich schon an der normalen Websuche von Google genervt, nervt auch bei der Blogsuche. Eine Suche nach link: ist eine Suche nach Fremdlinks, also bitte filtert das Ergebnis um die Site selber ...

Retrocomputing - MIT CADR Lisp Machines

Yeeeehaaaa! Der Sourcecode der MIT CADR Lisp Machines - dem Vorläufer der meisten High-End-Lispmaschinen - ist unter einer BSD-Lizenz freigegeben worden!

Das dürfte hoffentlich dem CADR Lisp Emulator weiteren Auftrieb geben. In letzter Zeit wars ja etwas ruhig um den Emulator geworden.

Wenn jetzt sich endlich Symbolics dazu durchringen könnte ihre OpenGenera-Plattform auf OS X zu portieren, wäre ich noch glücklicher

Und noch ein paar weiter Neuigkeiten zum Emulator - es gibt den ersten Support für ChaosNet, inclusive einem Fileserver für Linux. Und das im Link angesprochene Lispmachine-Board fänd ich ziemlich cool ...

IRC-Logger für #django

Es gibt jetzt einen IRC-Logger für #django auf freenode.net. Seit der loglibrary ausgefallen ist, dachte ich darüber nach, meinen eigenen zu erstellen. Also begann ich, die für einen IRC-Logger benötigten Dinge zu bauen. Die Schnittstelle selbst ist natürlich mit django geschrieben.

Wie immer ist der Quellcode in meiner Trac-Instanz verfügbar. Derzeit läuft er nur in #django, aber er kann leicht auf andere Kanäle erweitert werden. Und er speichert die Protokollzeilen in einer Datenbank, sodass ich in der Lage sein werde, Suchfunktionen und dergleichen hinzuzufügen. Er hat bereits eine Kalenderansicht der Protokolle.

Das Protokollieren selbst erfolgt mit muh - ein netter IRC-Proxy, der das Protokollieren in Named Pipes ermöglicht. Dann gibt es ein Skript fetch.py, das die Zeilen aus der Named Pipe zieht und sie in der Datenbank speichert. Der letzte Teil ist der django-basierte Viewer für diese Protokolle.

Aktualisierung: Das Protokollieren erfolgt jetzt mit einem dedizierten IRC-Logger, der in Python geschrieben ist. Er befindet sich im Quellcodebaum als loggerbot.py.

Ich hätte generische Ansichten in Django verwenden können, nur dass ich sie parameterisieren musste. Das habe ich mit einer Wrapper-Funktion gemacht, die Dinge von den Schlüsselwörtern einer View-Funktion zu den extra_lookup-Argumenten und den extra-Kontext-Schlüsselwörtern der generischen Ansichten verschiebt. Sie können den Code im Repository sehen.

Der Rest ist nur Standard-Django-Zeug: generische Vorlagen (die den coolen regroup-Tag nutzen) und einige benutzerdefinierte Tags für den Kalender und die Benutzerfarbgebung. Ein bisschen Modell-Hackerei und das war's eigentlich. Schön und einfach. Es hat nur ein paar Stunden gedauert, um das zusammenzubauen, und das schließt das Herumspielen mit muh und Named Pipes ein ...

Politiker und die Realität

Nach den Hochrechnungen ist die SPD in Dresden die stärkste Partei. Und liegt deutlich vor der CDU. Was also zieht die Union für Konsequenzen daraus? Klar: sie sieht den Wahlausgang in Dresden als klaren Beleg für ihren Führungsanspruch. Schon strange, wie verquer dieses seltsame Volk in Berlin die Welt sieht ...

Übrigens lässt sich so ein klarer Führungsanspruch selbst aus dem Direktmandat nicht ablesen: da hat zwar die Union wohl gewonnen, aber auch nur knapp mit wenigen Prozenten vor der SPD. Aber was schert schon die Union die Tatsache, das beim Direktmandat über 60% der Wähler die CDU nicht gewählt haben und bei der Zweitstimme über 70% der Wähler die CDU nicht gewählt haben - es bleibt ein klarer Führungsanspruch.

Im direkten Rechenduell Ötzi gegen Merkelnix und dem Suppenkoch würde wohl Ötzi gewinnen. Selbst in seinem derzeitigen Zustand ...

Leica - D-LUX 2

Leica hat eine Nachfolgerin für die D-LUX in Petto: die D-LUX 2. Der Name ist zwar langweilig, aber die Spezifikation klingt nett - 16:9 Format, Weitwinkeleinstellung des Objektives entspricht 28mm bei Kleinbild, 8 Megapixel, Bildstabilisator, Blende und Zeit manuell einstellbar, RAW Format.

Das ist auch noch nicht so spannend, aber sie hat wieder das, was die alte Digilux 1 hatte, aber die Digilux 2 nicht: einen Adapter für die Leica Spective. Womit sie für Jutta wieder interessant wird.

Allerdings dürfte sie auch einen Leica-typischen Preis bekommen ...

Lizenz zum Gelddrucken

Denn E.ON und RWE wollen Strompreis erhöhen - mit fadenscheinigen Begründungen und angesichts der Rekordgewinne dieser Unternehmen äusserst absurd. Aber Privatisierung und Marktwirtschaft ist ja so toll, da wird alles für den Verbraucher billiger - komisch nur, das wir davon nix merken ...

Aber auch das wird sicherlich dann wieder von tollen Statistikern als reine gefühlte Inflation weggeredet.

TwistedDAV ist ein WebDAV Server in Python, der unter Twisted läuft. Sehr interessant wenn man etwas auf DAV aufbauen möchte - bisher gabs da nur den Zope-Source als Beispiel und Basis.

Gericht stärkt alte Rechtschreibung

Schon putzig: eine Schülerin bekommt vor Gericht Recht auf die alte Rechtschreibung zugesprochen, aber:

Eine einstweilige Anordnung an den niedersächsischen Kultusminister, die alte Rechtschreibung gelten zu lassen, wollten die Lüneburger Richter allerdings nicht erteilen. Die Schülerin müsse auf ein Urteil warten, mit dem aber vor dem Ende der Schulzeit der Antragstellerin nicht zu rechnen sei.

Irgendwie kann man solche Sachen nur noch mit einer sehr verqueren Vorstellung von Humor erklären. Hat ja schon fast Kohlhaasche Züge das ganze

How-to get decimal.py if I have Python 2.3.x beschreibt, wie man Zahlen in Dezimaldarstellung (entgegen den dusseligen binären Floats mit ihren nervigen Rundungsproblemen) für Python 2.3 bekommt. Ab 2.4 ist das ja ein Standardmodul.

Rechtsstreit über Kartoffelsorte "Linda" geht weiter - die Kartoffelpolizei hob ein illegales Nest revolutionärer Kartoffeln aus.

Sonnenfinsternis am Tag der deutschen Einheit

Am Tag der deutschen Einheit ist eine Sonnenfinsternis - schade, das wir nicht mehr in der Zeit der guten alten Germanen leben, denn dann könnten wir das rückwirkend als böses Omen werten und Helmut Kohl den Göttern opfern

i18n und django

Jacob hat mir die Berechtigungen für Branch-Commits und einen Branch für i18n-Sachen eingerichtet. Daher habe ich heute an den Ideen im Patch von Ticket 65 von nesh gearbeitet. Ich habe die meisten Sachen von Grund auf neu geschrieben, weil ich einige Dinge etwas anders haben wollte, und jetzt ist es zum Testen verfügbar.

Zuerst, wie Sie die i18n-Sachen mit Ihrem Django-Checkout verwenden können. Sie benötigen einen aktuellen svn trunk Checkout und gehen Sie zum Root Ihres Checkouts und führen Sie den folgenden Befehl aus:

svn switch http://code.djangoproject.com/svn/django/branches/i18n/

Danach sollten Sie einen Baum mit meinen Patches angewendet haben. Ich habe bisher nur sehr wenig übersetzt, um den Patch und die Änderungen so klein wie möglich zu halten, aber ich habe bereits eine deutsche Übersetzungsdatei mit Sachen für den Admin-Index und den isAlphaNumeric-Validator hinzugefügt. Ich denke, ich werde bald noch mehr Sachen zu den Übersetzungen hinzufügen.

Der Patch behandelt nur den Übersetzungsanteil - andere Dinge wie Datumsformatierung, Zahlenformatierung, Zeitzonenbehandlung sollten in verschiedene Patches gehen, um jeden von ihnen so klein wie möglich zu halten. Das Übersetzungsobjekt (das ist das Biest, das für die Umwandlung von Zeichenfolgen in ihre neue Form verantwortlich ist) wird auf Anfrage erstellt. Dies gibt uns die Möglichkeit, verschiedene Stellen zu betrachten, die bei der Entscheidung helfen können, welche Sprache dem Benutzer präsentiert werden soll. Der Code beginnt damit, in der Sitzung nach einer django_language-Variablen zu suchen. Wenn diese nicht gefunden wird, sucht er in den Cookies nach einem django_language-Cookie. Wenn auch das nicht gefunden wird, gräbt er in den HTTP-Headern. Es sucht nach dem Http-accept-language-Header und teilt diesen nach Sprachen auf und sortiert sie nach Vorliebe. Es wird die erste Sprache (sortiert nach Vorliebe, höchste Vorlieben zuerst) verwenden, die in dem django-Nachrichtenfile-Repository gefunden wird. Wenn keine dieser Sprachen gefunden werden kann, wird es letztlich auf das Standardübersetzungsobjekt zurückgreifen, das durch die LANGUAGE_CODE-Einstellung in Ihrer Einstellungsdatei definiert ist. Nachrichten-Dateien können an drei verschiedenen Stellen gespeichert werden: Die django-Projekt-Nachrichten-Dateien werden im django.conf-Paket in einem Unterverzeichnis namens locale gespeichert. Dies ist ähnlich wie die admin_media- und admin-Vorlagenverzeichnisse. Das locale-Unterverzeichnis ist wie typisch bei der Speicherung von lokalen Daten strukturiert: ein Unterverzeichnis pro Sprache und ein LC_MESSAGES-Verzeichnis darin. Der Sprachbereich für django-Nachrichten-Dateien ist immer django. Der nächste Ort, an dem django nach Nachrichten-Dateien sucht, ist das Projekt - wenn Sie ein locale-Verzeichnis in Ihrem Projekt haben, können Sie dort zusätzliche Nachrichten-Dateien speichern. Der dritte Ort ist die Anwendung - Sie können ein locale-Verzeichnis neben Ihrem Anwendungs-Views-Verzeichnis haben. Alle locale-Verzeichnisse sind gleich strukturiert.

Ein Übersetzungsobjekt für eine bestimmte Sprache ist tatsächlich eine Verkettung von vier Übersetzungsobjekten: zuerst das Anwendungsübersetzungsobjekt. Dies wird auf das Projektübersetzungsobjekt zurückgreifen. Dieses wiederum wird auf das globale Übersetzungsobjekt zurückgreifen, das auf das Übersetzungsobjekt für die Standardsprache zurückgreifen wird. Auf diese Weise können höhere Ebenen Übersetzungen von niedrigeren Ebenen überschreiben und Anwendungen können ihre eigenen Übersetzungen bereitstellen.

Die Anwendung für die Übersetzungen wird tatsächlich durch Modulintrospektion entdeckt - es verwendet die View-Funktion, um auf eine URL zuzugreifen, um herauszufinden, welche Anwendung diese View-Funktion trägt, und verwendet diese, um nach lokalen Übersetzungen zu suchen. Es gibt zwei Tools, die zur Verwaltung von Übersetzungen bereitgestellt werden: make-messages.py und compile-messages.py. Beide Tools können entweder im Root des django svn-Baums oder im Projektverzeichnis oder im Anwendungsverzeichnis aufgerufen werden. make-messages.py wird das aktuelle Verzeichnis und alles darunter nach zu übersetzenden Zeichenfolgen durchsuchen und wird eine django.po-Datei im locale-Verzeichnis für die gegebene Sprache erstellen. compile-messages.py wird einfach alle .po-Dateien in .mo-Dateien umwandeln. Das Hinzufügen von Übersetzungen ist einfach. In Python-Code umgeben Sie einfach Zeichenfolgen (nur Zeichenfolgenkonstanten!) mit ('...') oder ("..."). Dadurch werden diese Zeichenfolgen für die Übersetzung markiert, sodass make-messages.py sie herausziehen und in die .po-Dateien schreiben kann. Und es wird die Zeichenfolge zur Laufzeit übersetzen, unter Verwendung des aktuellen Übersetzungsobjekts, das aus der Anfrage ermittelt wurde. In Vorlagen gibt es das Vorlagentag {% i18n ('....') %} - dieselbe Syntax wie mit Python-Code, nur müssen Sie es als Vorlagentag umschließen. Diese Zeichenfolgen werden ebenfalls aus den .html-Dateien in die .po-Datei gezogen. Das i18n-Tag unterstützt die Zeichenfolgeninterpolation aus dem Kontext: {% i18n ('blah %(blubb)s blubber') %} würde zunächst die Zeichenfolge übersetzen und dann die Kontextvariable blubb in das übersetzte Ergebnis interpolieren.

Ein Tipp: Wenn Sie Zeichenfolgen zum Übersetzen schreiben, verwenden Sie keine positional parameters für die Interpolation (die %s-Sachen), sondern verwenden Sie stattdessen benannte Parameter (%(blah)s). Auf diese Weise können Personen, die Übersetzungen erstellen, die Zeichenfolge neu anordnen, ohne Ihren Code zu brechen - einige Sprachen haben eine andere Reihenfolge als Englisch.

Die Verwendung der Übersetzungen ist ebenfalls einfach: Sie müssen nur Ihre Standardsprache in der LANGUAGE_CODE-Einstellung festlegen und django.middleware.locale.LocaleMiddleware zu Ihrer Middleware-Einstellung hinzufügen. Sie müssen es an die Spitze setzen - besonders im Admin sollte es vor dem AdminUserRequired Middleware kommen - aber es muss nach dem SessionMiddleware sein, wenn Sie dieses verwenden.

Das ist erst der Anfang, spielen Sie damit und sagen Sie mir, wenn etwas schief geht. Der beste Ort, um es zu sagen, ist im Ticket im django trac.

Doch kein deutscher Boxweltmeister heute

Brewster war dann doch das kleine bischen besser als Luan Krasniqi in der 8. und 9. Runde. Schwergewicht heisst eben auch eine Sekunde nicht aufpassen und schon kommt die Dampframme. Und er hat sich ja auch noch gleich zwei davon eingesteckt. Wirklich spannender Kampf. Da war in den ersten 7 Runden wirklich noch alles offen. Seinen Weltmeistertitel musste Brewster wirklich verteidigen.

HH-CDU und Demokratie? Is nich.

Denn die CDU ändert Wahlrecht und Zuschnitt der Bezirke - und zwar gegen ein Votum der Bürger:

SPD, GAL und die Initiative "Mehr Demokratie" reagierten empört auf die Unionspläne, die in der Bürgerschaft mit einfacher Mehrheit beschlossen werden können. Das Votum der Hamburger beim Volksentscheid sei eindeutig gewesen, sagte SPD-Landeschef Mathias Petersen. Der SPD-Innenexperte Andreas Dressel sprach von einem "erneuten moralischen Verfassungsbruch". Volksentscheide würden offenbar nur noch befolgt, "wenn die Herren von Beust und Fischer keine Einwände dagegen haben". Der Senat hatte zum Jahreswechsel bereits die städtischen Kliniken gegen den Willen eines Volksentscheids verkauft.

Macht ist eben wichtiger als Demokratie und Bürgerwille. Da koaliert man mal mit dem rechten Auswurf oder trampelt eben auf demokratischen Entscheiden herum, wie es einem gefällt ...

Open Dylan

Open Dylan ist ex-Harleqin-Dylan, ex-Functional Developer - eine integrierte Umgebung für Dylan-Programmierung und eine Library von diversen Klassen für verschiedenste Zwecke - vor einiger zeit open-sourced und jetzt als erste Beta zum Download für Linux und Windows verfügbar.

Mir wärs ja noch lieber wenn Apple das Apple Dylan freigeben würde, denn dessen Entwicklungsumgebung war wirklich um Welten weiter als alles was sonst so auf dem Markt ist, aber das wird wohl nie kommen - eher wirds von Open Dylan eine OS X Version geben. Auch ganz nett.

EU-Parlament lehnt Plan des EU-Rates zur Vorratsdatenspeicherung endgültig ab

Das EU-Parlament lehnt Plan des EU-Rates zur Vorratsdatenspeicherung endgültig ab - aber ist das ein Grund zu feiern?

Im Sicherheitsbereich haben die Abgeordneten bislang noch kein Mitentscheidungsrecht, weshalb ihre wiederholte Ablehnung des Rahmenbeschlusses für die Mitgliedsstaaten nicht bindend ist.

Der Gegenvorschlag der Kommission ist nicht viel besser - zwar sind die Zeiten kleiner und die Entschädigung der Wirtschaft wird angesprochen - aber die Rechte der Bürger werden auch dort mit Füssen getreten, für einen mehr als zweifelhaften Zweck.

Und wir wissen ja vom Kampf um die Softwarepatente wie sehr wir uns auf unsere Regierung verlassen können - die werden uns schon im Namen Schilys oder seines Nachfolgers verkaufen ...

Routes für Python

Sehr interessant: Ben Bangert hat Routes für Python portiert. Routes ist der Kern des Mappings von URLs auf Funktionen und zurück der in Ruby on Rails benutzt wird. Also ein allgemeiner Mechanismus mit dem aus einer URL ein Python-Objekt und aus einem Python-Objekt seine URL ermittelt werden kann - flexibel konfigurierbar.

Könnte auch als Element in Django interessant sein, als Alternative zum derzeitigen URL Pattern System. Das derzeitige System liefert ja recht elegant aus einer URL die aufzurufende Funktion - aber leider gibt es nicht diesen gleichen Weg zurück vom Objekt oder der Funktion zurück zur URL.

Ausserdem könnte Routes auch innerhalb von WSGI-Projekten interessant sein - es löst elegant einen kleinen Teilbereich und das so abstrakt, das es gut mit Sachen wie Python Paste(Ian Bickings Meta-Framework für WSGI-Anwendungen) harmonieren müsste.

Warum ich so bei Rails meine Zweifel habe

könnte klar werden, wenn man sich den Artikel hier durchliest: Choose a single layer of cleverness (Loud Thinking) - ja, genau, seine Meinung ist, raus mit Referentieller Integrität, Stored Procedures und Triggern aus der Datenbank, weil er die alle in seinem Code halten will. Wie wärs mit "das Kind mit dem Bade ausschütten"?

Das ist sowas von peinlich, das ich schon fast nicht mehr weiss ob ich nicht drüber lachen sollte - aber eines werd ich sicherlich nicht: meine Karten auf so ein Pferd setzen ...

Hemdsärmelige Ansätze mit einfachen, pfiffigen Lösungen die auch mal gegen Konventionen verstossen sind ok (und wichtig - sonst würden wir alle bei Java und J2EE landen ...) - aber wenn die Programmierung nur noch aus aneinandertackern von halbgaren Lösungen besteht, dann halt ich mich da lieber raus. Da könnte ich ja auch gleich PHP benutzen ...

PocketMod - Mini-Papier-Organizer

Der PocketMod Mini Organizer ist nicht nur als Idee faszinierend - auch als Ausführung als Webanwendung ist er es. Eine Java-Script-Anwendung, die eine Seitengestaltung für einen einfach faltbaren Miniorganizer aus einer A4-Seite erzeugt. Nicht nur einfach eine witzige Idee, das ganze ist sogar richtig praktisch.

Korrektur aus den Kommentaren: nix Java-Script, sondern Flash.

Dusseliges Frage-Spiel aktiviert

Weil im Moment mal wieder die Spammer meinen Server bombardieren und ich keine Lust habe in der Moderationsqueue haufenweise Spam zu sehen, hab ich mal wp-questionnaire aktiviert. Im Moment gibts also eine mehr oder minder blöde Frage die man beantworten muss, damit ein Kommentar auch auf den Seiten auftaucht. Sorry, ist leider im Moment einfach notwendig - das sind so 30-40 Spam-Kommentare am Tag die kommen. Ja, die landen nur in der Moderation, aber trotzdem ist es schlicht und einfach nervig.

Wenn sich die Lage bezüglich der Spammer wieder beruhigt hat, werd ich das dann wohl wieder abschalten. Wenn jemandem was komisches auffällt bezüglich der Kommentarfunktion, einfach melden (dann aber besser über die Feedback-Seite und nicht über die Kommentare )

TC Trustcenter insolvent

Das TC Trustcenter hat Insolvenz angemeldet - autsch. Da hatte sich ja garnichts in den Medien zu angekündigt - auf einmal futsch. Ziemlich ärgerlich, denn in .de gibts nicht so viele Stellen wo man Serverzertifikate bekommt, die auch in Browsern mit Standardauslieferung akzeptiert werden ...

Weiterer Spam-Fallout - kein Trackback und Pingback mehr bei mir

Als weitere Aktion wegen der anhaltenden Spam-Welle hab ich bei mir Trackbacks und Pingbacks deaktiviert. Ich halte von Trackbacks eh nicht viel - das technische Konzept ist hirnrissig. Pingbacks sind zwar technisch besser gelöst - durch die stärkere Fokussierung auf das Rücklinken - aber sind optisch einfach grauenhaft: die technisch erzeugten Excerpte sehen einfach nur Scheisse aus.

Wer kommentieren will kann kommentieren - und ein Kommentar kann ja auch einen Link zurück enthalten. Und für alles andere gibts eh die gewohnten Neugiertools - und deren Link-Suche funktioniert recht brauchbar (wobei ich auch da schon bergeweise Link-Spam gefunden habe - irgendso ein dummes Spammer-Pseudo-Blog hatte eine ganze Zeit lang haufenweise Links auf mich und landete dadurch in meinen Technorati-Auswertungen).

Da ich konsequent bin, werde ich auch keine Trackbacks und Pingbacks mehr rausschicken, wenn ich sie denn auch selber nicht akzeptiere. Sorry, aber meine Zeit ist mir dafür einfach zu schade um ein technisch unausgegorenes Protokoll manuell von Müll zu befreien ...

Weil ichs für ein Firmenprojekt gesucht habe: InformixDB ist ein Python-DBAPI1-Client für die Informix Datenbanken. Funktioniert auch mit Informix SE.

Feigheit oder Faulheit?

Joschka macht den Oskar:

Besonders verwerflich: Seine gönnerhafte Anmerkung, wenn es denn irgendwo ein Ministeramt zu vergeben sei, könne man ihn ja anrufen. Deutlicher kann man sich nicht disqualifizieren.

Jau, der Spinnkram von Turnschuh-Joschka war wirklich mehr als deplaziert. Minister - da macht er mit. Aber Oppositionsarbeit? Ach ne danke, lieber nicht, da nehm ich nur mein Mandat wahr und die Oppositionsarbeit sollen mal die anderen Machen.

peinlicher Spiegel

Es ist wirklich lächerlich wie der Spiegel immer wieder seine politischen Tendenzen nicht verstecken kann. Vor allem lächerlich, weil der Spiegel mal als Magazin mit Linkstendenz betrachtet wurde. So ist er, der Qualitätsjournalismus - völlig unparteiisch, gut recherchiert - und kackendreist.

Arme, unverstandene Medien

Sie können einem schon leid tun, die Medien, bei der grossen Medienschelte. Und Nowotny - als öffentlich-rechtlicher Obermedienfuzzi - war von Schröder peinlich berührt:

Nowottny: Ich habe die Sendung gesehen, und ich muss sagen, dass ich peinlich berührt davon war. Wie der einstige Medienkanzler da zum Medienschelter wurde, das war schon einmalig. Mein Kompliment geht an die beiden Moderatoren der Sendung, die sich diesen Vorwurf nicht gefallen ließen.

Tja, er hätte sich aber auch mal vorher das Programm der Medien (Print wie Rundfunk) angucken können - massives Herbeireden der Wende und des Wechsels, ich hab keine Ahnung wie oft am Tag da einem der zwingende Wechsel eingebläut werden sollte. Eigentlich bin ich eher peinlich berührt von der Amateurhaftigkeit der Medien im Umgang mit dem einzig interessanten Detail dieser Wahl: die ach so hochgelobten und ach so unfehlbaren Demoskopen haben kollektiv verschissen.

Von daher, die Peinlichkeit in Person sind Leute wie Nowottny, die sich über die einzige brauchbare Aussage von Schröder echauffieren - an Schröder war eher sein "ich bin Kanzler" Gehabe peinlich, aber nicht die Medienschelte. Aber so sind die Mimosen des professionellen Journalismus halt - was wagen es denn auch die Bürger ihnen da in den Pool zu pinkeln, da wird man halt mal dünnhäutig ...

Aber das Unterhaltungsprogramm in den Nachrichten ist echt klasse, das muss man dem Wahlergebnis lassen

Wahlergebnisse oder Qualergebnisse?

Irgendwie ziemlich bescheuert - nix halbes und nix ganzes. Und Stoiber droht auch noch nach Berlin zu gehen - wer will das? Naja, wenigstens die Verhandlungen über mögliche Koalitionen könnten putzig werden:

  • Stoiber will keiner, aber die Union will unbedingt
  • Schröder will Kanzler bleiben, egal was kommt - hat aber nicht die stärkste Fraktion
  • Grün will an der Macht kleben, aber ob die mit Schwarz?
  • Ampel mit und ohne kaputter roter Leuchte will die FDP nicht - aber nur in einer Ampel hat die FDP überhaupt die Chance auf eine Beteiligung
  • Rot-Rot-Grün wäre die logische Konsequenz, aber Schröder und Lafontaine - das geht nicht. Und SPD+PDS - das auch nicht.

Eigentlich haben alle Politiker so viele Ausschlüsse was nicht ginge geäußert, das wir keine Regierung kriegen können - vorgezogenen Neuwahlen wären eine Lösung

Da es aber nur Wahlgewinner gab, könnte man auch zusammenfassend sagen: "wir sind Kanzler"

Microsoft-Schleichwerbung beim NDR

Über die Schleichwerbung (naja, von Schleichen kann eigentlich nicht mehr die Rede sein) für Microsoft bei der Wahlberichterstattung wurde ja schon öfter geschrieben. Aber krass ist schon die Begründung des NDR, warum Microsoft genannt werden müsse:

Laut einer Mitteilung des Linux-Verbandes habe der NDR vor Gericht argumentiert, dass Infratest Dimap für die Hochrechnungen urherberrechtlich geschützte Datenbanken und Grafiken der Firma Microsoft verwende.

Tja, dann sollten sie einfach mal auf freie Software umsteigen, denn was an urheberrechtlich geschützten Datenbanken oder Grafiken bei der Wahlberichterstattung dabei sein soll ist mir echt schleierhaft - schliesslich werden da nur banale Tortendiagramme und Balkendiagramme gezeigt. Und ich will ja mal nicht hoffen das die Wahl selber von Microsoft gesponsort ist - und die deshalb da irgendwelche Nennungsrechte haben. Das ganze ist mal wieder absolut bananig, was sich der öffentliche Rundfunk da erlaubt.

What has Trusted Computing to do with Trust?

Klar, kennt schon jeder und ist durch alle Blogs gegangen, aber der Film ist so nett gemacht, den muss man öfter linken: A movie about Trusted Computing. Denn der Film nennt genau den zentralen Punkt: wenn die Industrie entschieden hat, das sie dem Benutzer nicht vertraut - warum sollen die Benutzer der Industrie vertrauen?

wxWindows Buch

Es gibt ein Buch über wxWindows/wxWidgets: Cross-Platform GUI Programming with wxWidgets - allerdings Schwerpunkt auf den wxWidgets und damit primär für die C++-Programmierer, die wxPython-Bindings sind dort aussen vor. Trotzdem sicherlich interessant wenn man wxWindows in irgendeiner Form benutzt, da die Bindings für andere Sprachen ja immer auf der originalen Bibliothek aufbauen.

Medienkompetenz ala CSU

Söder: 300.000 Mails sind kein Spam - und mit Kritik weiss man auch umzugehen:

Allerdings ist die CSU offenbar zumindest von der Kritik auf ihrer eigenen Wahlkampfseite verunsichert. Im offiziellen Partei-Blog «blog4berlin.de» waren mehr als 100 zum Teil sehr kritische Kommentare zu der Mail-Aktion gepostet worden. Daraufhin hatte die CSU am Dienstagnachmittag zunächst einige der Kommentare gelöscht. Am Donnerstag schließlich wurde die für Blogs wesentliche Kommentar-Funktion ganz abgeschaltet.

Oh ja. Erst die Leute spammen wollen - und sorry, aber dieses Rausreden das die sich ja eingetragen hätten ist in Anbetracht der weiteren Planung sich von diesen Leuten weitere Nummern geben zu lassen ziemlich absurd - und dann mit der Kritik auf bayrisch umgehen und sie einfach abschalten. Klasse.

verwirrtes Gesicht

Nachschub für Astronomie-Freaks

Diesmal ist es eine Japanische Raumsonde die mit ihrer Landung auf einem Asteroiden für hoffentlich viele interessante Bilder und Daten sorgen wird. Cool. Und weitaus interessanter als alberne Reparatur-Touren der Spaceshuttles ...

Noch mehr Medien-Inkompetenz - diesmal CDU

Denn auch die CDU lässt Spam verschicken:

Etwa 300.000 bis 400.000 Deutsche bekommen in diesen Tagen eine E-Mail von dem Gewinnspiel-Anbieter «Play and Win». Dieser wirbt dafür, bei der Bundestagswahl am Sonntag CDU zu wählen. Doch das stimmt nicht ganz: Bei genauerem Lesen handelt es sich schlicht um Wahlwerbung der Union.

Bei genauerem Lesen des Kommentares des Spammers handelt es sich schlicht um Spam. Dreckspack.

Peter Lustig hört auf?

Peter Lustig geht in den Ruhestand:

Löwenzahn, die Serie, die einem den sonntäglichen Besuch bei Freunden mit Kindern - oder eigene Kinder - versüßt, läuft aus! Peter Lustig zieht sich zur wohlverdienten Ruhe zurück (vermutlich macht er eher eine Erfinderwerkstatt auf).

Echt schade. Irgendwie war dieses Überbleibsel der Hippies und Ökos immer putzig anzuschauen - und so schön gemütlich. Auch wenn es für mich damals natürlich uninteressant war, da ich selbstverständlich eiserner Maus-Fan war. Aber ich hab mit Peter Lustig durch meine Neffen so die eine oder andere Begegnung in Form von Spielen und Büchern gemacht - und hat mir recht gut gefallen. Ich kann mir auch nicht vorstellen das sowas nochmal neu aufgelegt werden kann - die Fernsehmacher sind viel zu blöd dazu so einer eher seltsamen Konzeption eine Chance einzuräumen. Schade eigentlich - besser als die albernen amerikanischen Konzepte und amerikanisierten Kindersendungen die man heute so beim Zappen im Urlaub sieht war es allemal.

RFID im Reisepass kein Sicherheitsmerkmal

Tobias Straub über RFID in Reisepässen:

Straub, der als Mitarbeiter der Firma FlexSecure damit beschäftigt war, die Signatur-Architektur für den neuen Reisepass zu entwickeln, beurteilte die Sicherheitseigenschaften der Basic Access Control mit 56-Bit-Keys und einer Passlebensdauer von 10 Jahren als unsicher und das Konzept einer nicht abhörsicheren Funkschnittstelle generell als untauglich. Erst die Extended Access Control, die mit der Einführung von Fingerabdrücken spätestens Ende 2007 kommen soll, sei ein kryptografisch sicheres System möglich. Unter Verweis auf BSI-Versuche, bei denen Pässe aus 2 Meter Abstand bitgenau, mit Fehlerkorrektur und Zusatzantennen aus 10 Metern ausgelesen werden können, erklärte Straub: "Wenn ich RFID einsetze, habe ich schon damit eine Bedrohung". Im Vergleich mit einer kontaktbehafteten SmartCard sei RFID kein Sicherheits-, sondern ein Unsicherheitsmerkmal, so Straub, der mittlerweile am Darmstädter Fraunhofer-Institut für Sichere Informationstechnologie arbeitet.

Aber uns wird der Mist von Otto Orwell als grosse Sicherheitseinrichtung verkauft.

Sie machen die gleiche Scheisse wie in den USA

Auch hier gibt der Staat einem Wahlmaschinenhersteller Rückendeckung und hält die Prüfberichte wegen angeblichem Know-How-Schutzes unter Verschluss:

Dass das BMI die Prüfberichte unter Verschluss hält, wiege vor dem Hintergrund eines Verzichts auf eine zusätzliche, von der Elektronik unabhängige Stimmenerfassung, besonders schwer, kritisiert Wiesner: "Welche Software im Wahllokal tatsächlich zum Einsatz kommt und wie manipulationssicher die eingesetzten Geräte sind, ist weder vom Wähler noch vom Wahlvorstand im Wahllokal zu ermitteln." Das Formular für die Wahlniederschrift sehe konsequenterweise auch gar nicht vor, dass auch nur die vorgebliche Programmversion protokolliert wird.

Für mich ist das genauso dubios wie der gleiche Mist in den USA. Wahlcomputer müssen - wenn sie vertrauenswürdig sein sollen - einer öffentlichen Diskussion standhalten. Der angebliche Know-How-Schutz des Herstellers darf nicht höher bewertet werden als das Recht des Bürgers auf Information wie die Stimmenzählung vonstatten geht. Das ist schlicht absurd, was das BMI sich da leistet - aber was erwartet man von der Behörde von Otto Orwell auch anderes

Und urplötzlich fühlt man sich wieder jung

Denn Kate Bush plant ein Comeback. Ok, es wird wohl nie ein zweites "Babooshka" geben, aber trotzdem.

Yep, passt.

And onwards:

Nur dann merkte ich: es ist mir vollständig egal. Mir ist es - schon länger - komplett wurscht, was Patalong oder die anderen Pfeifen da schreiben: ich weiss, wie der Hase bei denen läuft, ich habe erlebt, wie sie klauen, beeinflussen und tricksen, ich habe mit angehört, daß sie keine Eier haben, ich habe es lange genug verfolgt und ein Jahr lang aufgeschrieben. Es spielt keine Rolle mehr. SpOn spielt keine Rolle mehr, jedenfalls bei mir.

SPOn ist schon lange aus dem Feedreader raus bei mir, taucht nur noch indirekt über andere Blogs und manchmal über Google-News-Suchen auf. Aktuelle Informationen über das Tagesgeschehen liefern Tagesschau und Netzzeitung. Und all die vielen Blogs, die ich lese und die mir die nötigen Pointer geben, wo ich noch lesen sollte ...

DjangoScgi - Django-Projekte - Trac

Django mit Apache und SCGI und Django mit Apache und FCGI sind zwei überarbeitete Dokumentationen, wie man Django mit sowohl FCGI als auch SCGI unter Apache zum Laufen bringt. Ich verwende dieselben Teile wie bei meinen vorherigen Howtos, nur dass jetzt auch SCGI unterstützt wird.

Meine Galerie läuft derzeit mit der Apache+SCGI-Konfiguration, es ist ganz schön. Die Konfiguration in Apache ist viel schöner und sauberer als mit der FCGI-Konfiguration.

Seit 2007 funktionierten die Links auf dieser Seite nicht mehr, daher habe ich sie entfernt.

Gaspreiskalkulationen müssen offengelegt werden

E.ON muss Gaspreise transparent machen:

Der Gasversorger E.ON Hanse muss nach einer vorläufigen Einschätzung des Hamburger Landgerichts seine Preiskalkulation offen legen. Das Unternehmen müsse nachweisen, dass drei Preiserhöhungen seit vergangenem Oktober um insgesamt 25 Prozent gerechtfertigt waren, teilte die Kammer mit. Der schlichte Hinweis auf die Kopplung des Gaspreises an den gestiegenen Ölpreis reiche nicht aus.

Ok, noch kein Grund zum Jubeln, aber vielleicht hilft es etwas die doch recht seltsame Gaspreisentwicklung zu kontrollieren.

Security by complete Stupidity

Jetzt ist klar, wie man an die Telefonnummer von Paris Hilton kommt:

Die Hacker riefen in einem T-Mobile-Laden an und gaben sich als Mitarbeiter der Firmenzentrale aus. Es gebe Netzwerkprobleme, sagten sie, und ließen sich die nicht öffentlich bekannte Internet-Adresse der T-Mobile-Kundendatenbank geben sowie die nötigen Login- und Password-Informationen.

Autsch. Autsch. Autsch.

Google Blog Search

Google macht jetzt auch eine Google Blog Suche - aber warum muss jemand der als letzter ins Rennen geht so blöd (arrogant?) sein, diese Blogsuche nur als HTML auszuliefern und nicht auch alternativ als eigenes RSS, so das man mit den Suchergebnissen auch was tun könnte? Ich mein, eine performante Alternative zu Technorati oder Feedster wäre ja ganz nett, die sind einfach zu oft down. Aber was bringt das, wenn ich da alle Suchen immer selber und von Hand machen muss?

Korrektur: gibt XML-Links für die Suchergebnisse.

Doppelt blöd hält besser?

Als ob Kirchhoff alleine nicht schon Drohung genug wäre, jetzt will er auch noch mit Merz Tandem fahren - mir fallen dazu nur der verrückte Hutmacher und der Märzhase ein ...

Lügen-Linssen und die Finanzen

Tja, so stellt sich Linssen den Sparkurs vor - mit einem Haufen neuen Stellen, unter andrem Redenschreibern. Denn die brauchen wir ja ganz dringend in NRW, damit die Schwarz-Gelbe Peinlichkeit weggelabert werden kann.

Denn um die Wahlversprechen gehts doch überhaupt nicht - es geht nur drum an die Macht zu kommen und dran zu kleben und dann möglichst schnell möglichst viel abzuzocken.

Hirnfürze

Bayerns Hirnfurzproducer No 1 (ja, der schlägt sogar Scatman Eddy) fordert Internetfilter für Bombenbauanleitungen:

Bayerns Innenminister Günther Beckstein (CSU) hat die Wirtschaft aufgefordert, Lösungen für ein seiner Meinung nach sehr gravierendes Sicherheitsproblem zu finden: Bauanleitungen für Bomben im Internet.

Das viel grössere Sicherheitsproblem: durchgeknallte und inkompetente Innenminister. Kann man leider nicht einfach per Filter aus der Welt schaffen. Ok, kann man mit Bombenbauanleitungen auch nicht - die stehen ja eh in Büchern, die müsste man dann gleich mit verbrennen. Eine Lösung die sich vielleicht auch für Politikerauswurf anbietet ...

Die Träumer von der BfA

Aus meiner Renteninformation:

Sie können davon ausgehen, dass die errechnete Altersrente in Höhe von X.XXX,XX EUR aufgrund künftiger Rentenanpassungen tatsächlich höher ausfallen wird. Allerdings können auch wir die Entwicklung nicht vorhersehen. Deshalb haben wir - ohne Berücksichtigung des Kaufkraftverlustes - zwei mögliche Varianten für Sie gerechnet. Beträgt der jährliche Anpassungssatz 1,5 Prozent, so ergäbe sich ab dem 65. Lebensjahr eine monatliche Rente von Y.YYY EUR. Bei einem jährlichen Anpassungssatz von 2,5 Prozent ergäbe sich eine monatliche Rente von etwa Z.ZZZ EUR.

Ehm. Sorry, aber wenn ihr wirklich von 1.5 Prozent oder 2.5 Prozent Rentenanpassung pro Jahr träumt, dann könnt ihr die Entwicklung wirklich überhaupt nicht vorhersagen ...

Witzig: Die Ankündigung von iTunes 5 aus der Perspektive eines anthropomorphisierten gebürsteten Metall-Benutzeroberflächendesigns